Hessische Landesbahn will weiter wachsen

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Verkehrswende, steigender Mobilitätsbedarf, Klimaschutz und Fachkräftemangel. Das sind die Herausforderungen denen Verkehrsunternehmen jetzt und in Zukunft gegenüberstehen, um auch künftig wettbewerbsfähig zu sein.

Die Hessische Landesbahn hat sich für die kommenden Jahre klare Ziele gesetzt.  „Wir werden unsere Verkehrsleistungen im Bus- und Schienenverkehr, aber auch die  Infrastrukturmaßnahmen weiter ausbauen. Dabei liegt unser Augenmerk auf gesundem Wachstum, nicht auf reinem Profit“, betont Geschäftsführer, Veit Salzmann. In diesem Sinne möchte das Unternehmen den künftigen Mobilitätsmarkt aktiv mitgestalten.

Das Eisenbahnverkehrsunternehmen setzt stark auf klimaschonende Antriebstechnologien und die enge Zusammenarbeit mit anderen Verkehrsunternehmen sowie Aufgabenträgern. Ab voraussichtlich Ende nächsten Jahres wird das Tochterunternehmen HLB Hessenbus GmbH gemeinsam mit der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft drei E-Busse im Linienverkehr einsetzen. Auch beteiligt sich die HLB im Bereich Infrastruktur an geplanten Streckenreaktivierungen und an Elektrifizierungsprojekten in Hessen, wie z.B. bei der Taunusbahn.

„In den vergangenen 15 Jahren haben wir schwarze Zahlen geschrieben und konnten dadurch immer weiter investieren, wie z.B. in die neue Schienenwerkstatt, die wir Ende 2018 in Wiesbaden für das Elektronetz Südhessen eröffnet haben“, so Salzmann.

Auch in diesem Jahr wird das Unternehmen voraussichtlich einen Gewinn von ca. zwei Mio. Euro ausweisen. Für 2020 plant die HLB einen Umsatz von 430 Millionen Euro und einen Gewinn von 3,5 Millionen Euro inklusive der Beteiligungsunternehmen cantus Verkehrsgesellschaft mbh, Regionalbahn Kassel GmbH (RBK), RegioTram Gesellschaft mbH (RTG) und der Süd-Thüringen-Bahn GmbH. Die Zahl der Mitarbeiter wächst inklusive Beteiligungen auf rund 1800. Im Konzern selbst sind davon rund 1300 Mitarbeiter beschäftigt.

Den Wachstumskurs möchte die HLB weiter fortführen. Das Eisenbahnverkehrsunternehmen bewirbt sich auch weiterhin aktiv auf Ausschreibungen für Schienen- und Busverkehrsleistungen oder auch für begleitende Servicedienstleistungen in Hessen. So ist das Unternehmen z.B. auch an der Generalüberholung der Fahrzeuge der Regionalbahn Kassel beteiligt.

Aktuell wird die HLB ihre Leistungen in fast allen Bus- und SPNV- Netzen im Rahmen der bestehenden Verkehrsverträge ab dem Fahrplanwechsel am 15.12.2019 ausweiten. Um das zu bewerkstelligen, wird Personal künftig noch stärker im Fokus der Unternehmenspolitik stehen.

„Wir werden im kommenden Jahr insgesamt 350.000 Buskilometer und fast 1 Mio. Kilometer im SPNV mehr fahren als in diesem Jahr. Darunter sind z.B. sechs neue Zugleistungen auf der Strecke Eltville – Frankfurt Hbf, mit denen wir das Angebot auf der RE 9 für die Fahrgäste erweitern“, erklärt der HLB-Chef. Fünf neue Fahrzeuge des Typs Coradia Continental hat die HLB u.a. dafür angeschafft. „Die Ziele, die wir uns gesetzt haben, können wir aber nur mit dem entsprechenden Personal erreichen. Deshalb werden wir künftig noch mehr in Recruiting und Mitarbeiterzufriedenheit investieren“, gibt Salzmann bekannt.

Die Hessische Landesbahn GmbH ist derzeit der größte Anbieter von Schienenpersonennahverkehrsleistungen in Hessen und eines der größten SPNV Unternehmen in Deutschland. In den vergangenen 20 Jahren ist das Unternehmen insbesondere mit dem Tochterunternehmen HLB Hessenbahn GmbH im Schienenpersonennahverkehr stark gewachsen. Über das Tochterunternehmen HLB Hessenbus GmbH bietet das Verkehrsunternehmen Busverkehrsleistungen im Main-Taunus­, Hochtaunus- und Wetteraukreis sowie rund um Kassel an. Die HLB Basis AG deckt als Service- und Infrastrukturgesellschaft die Instandhaltung und den Betrieb von Schieneninfrastrukturen und die Instandhaltung von Eisenbahnfahrzeugen und Omnibussen ab. (red/HLB)

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