Hochmoderne Vossloh-Gießerei in Outreau startet Betrieb

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Gut zwei Jahre nach Beginn ist die erste große Phase des Projekts „OT 2020“ abgeschlossen: Die neue Gießerei startete vor gut 100 Gästen aus Politik und Wirtschaft offiziell die Produktion. Zuvor wurden die technischen Büros und Sozialräume in einem renovierten Gebäude untergebracht und ein ganzer Flügel des historischen Gießereigebäudes abgerissen.

Während in den verbliebenen Gebäuden die Produktion weiterlief, entstand auf der Brachfläche die neue Gießerei mit einem modernen Elektroschmelzofen, der das im Betrieb befindliche Exemplar von 1950 ersetzt. Zahlreiche Vossloh-Kunden und Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter der ehemalige französische Minister und heutige Bürgermeister von Boulogne-sur-Mer, Frédéric Cuvillier, nahmen an der feierlichen Inbetriebnahme teil und erlebten den „Premierenguss“ für Kreuzungsherzstücke aus Manganstahl. Werkleiter David Souilah zeigte sich hochzufrieden: „Termin eingehalten, Budget unter Kontrolle, null Unfälle bei Bau und Verlegung! Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer Teamarbeit, der nur erreicht werden konnte, weil alle Beteiligten auf allen Ebenen des Unternehmens ein gemeinsames Ziel verfolgt haben.“

Unter dem Titel „OT 2020“ erneuert Vossloh von Grund auf Gebäude und Produktionsanlagen zur Herstellung von Kreuzungsherzstücken in Outreau. Der Standort im Norden Frankreichs, unweit der Einfahrt in den Eurotunnel bei Calais, ist einer der größten seiner Art in Europa und für Vossloh ein Kompetenzzentrum für Gießereitechnik. Eine Kernkompetenz von Outreau Technologies, das seit 2013 zu Vossloh gehört, ist die Lieferung von durch Explosion gehärteten Herzstücken. Mit einem Investitionsvolumen von rund 36 Millionen Euro entsteht eine hocheffiziente und nachhaltige Fabrik. Mit Inbetriebnahme der Gießerei startet die zweite Phase „Zerspanung & Schweißen”: der Bau von zwei Hallen für Fräsen und Schweißen. Im Jahr 2020 wird nach Abschluss der zweiten Phase der hochmoderne Produktionsstandort mit neuem Elektroofen und optimiertem Materialfluss auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern in Betrieb gehen – statt wie bisher 45.000 Quadratmetern. Ein geschlossener Wasserkreislauf, die Nutzung von Sonnenenergie mithilfe von Photovoltaik, die Reduzierung von Emissionen sowie die Verringerung von Sand und Staub bei der Produktion werden für eine nachhaltige und saubere Fertigung sorgen. (red/Vossloh)

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