INIT: Verkehrsminister Winfried Hermann zu Besuch

in Märkte & Player/Personenverkehr von

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur wird immer wichtiger für unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Wie es dabei durch intelligente Systemlösungen gelingen kann, die Mobilität der Zukunft zu gestalten, darüber informierte sich der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor wenigen Tagen bei der init innovation in traffic systems SE.

Das Karlsruher Unternehmen ist ein weltweit führender Anbieter von integrierten Planungs-, Dispositions-, Telematik- und Ticketingsystemen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
INIT hat in den vergangenen Jahren zahlreiche international ausstrahlende Leuchtturmprojekte realisiert mit dem Ziel, den ÖPNV attraktiver zu gestalten. Ein Ziel, das auch Verkehrsminister Winfried Hermann ganz oben auf seiner Agenda stehen hat. Er gab vor Kurzem den Anstoß für den geplanten Baden-Württemberg-Tarif (BW-Tarif). Von 2021 an sollen Fahrgäste in der Zielstufe landesweit durchgängige Fahrkarten vom Start bis zum Ziel ihrer Fahrt über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg lösen können. Das BW-Tarif-Ticket soll dann in allen Bahnen und Bussen gleichermaßen gelten nach dem Motto: „Eine Fahrt – ein Ticket!“
Genau das hat die INIT mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich innovativer Ticketingsysteme bereits in einer Vielzahl von Projekten im Ausland realisiert. Am komfortabelsten für den Fahrgast ist dabei eine elektronische Check-in-Lösung – oder  wo aufgrund der Tarifstruktur notwendig eine Check-in/Check-out Lösung – mit anschließender Bestpreisfindung.

Bei Verkehrsbetrieben in aller Welt viel beachtet wird dabei ein Leuchtturmprojekt für „Smart Ticketing“, das INIT in Portland (Oregon, USA) implementiert hat. Von konventionellen Ticketingsystemen unterscheidet es sich vorrangig dadurch, dass während des Ein- und Auscheckens keine aufwändige Transaktion ausgeführt, sondern nur noch eine eindeutige ID vom jeweiligen Identifikationsmedium gelesen werden muss. Alle weiteren, komplexen Prozesse managt das zentrale Hintergrundsystem.

So können die drei beteiligten Verkehrsunternehmen in der Metropolregion Portland/Vancouver ihren Fahrgästen nicht nur alle denkbaren Zahlungsmethoden und Ticketmedien anbieten, sondern über die Verwendung von offenen Programmierschnittstellen (API) auch zahlreiche Vertriebskanäle einbinden. Von der Bargeldzahlung über unternehmenseigene Smartcards, Kreditkarten und Bankkarten nach dem internationalen EMV-Kreditkartenstandard, geeignete Unternehmens- oder Studentenkarten bis hin zur ersten virtuellen ÖPNV-Bezahlkarte via Google Pay – in Portland ist dies alles bereits möglich.

In diesem konsequenten Abbau jeglicher Zugangsbarrieren über Tarif- und Zonengrenzen hinweg sah auch Minister Hermann den Schlüssel zu einem noch erfolgreicheren ÖPNV-Angebot im „Ländle“. Der potentielle Fahrgast sollte im Mittelpunkt stehen und einfach mit dem Medium bezahlen können, das er bevorzugt – ohne sich Gedanken über das Tarifsystem machen zu müssen.

Dass er mit diesem Vorgehen automatisch immer zum besten Preis fährt, stellt das intelligente INIT Back-Office-System sicher. In Portland sogar auf der Basis eines Monatsbestpreises. Besonders beeindruckte den bestens informierten Minister die aktuellste Neuerung im bahnbrechenden Portland-System: Prepaid ÖPNV-Bezahlkarten, die einfach an der Supermarktkasse erworben werden können.

Neben diesem „Smart Ticketing“ und damit verbundenen Open-Payment-Verfahren wird nach Ansicht des Ministers und der INIT-Experten ein weiterer Faktor für den Erfolg des öffentlichen Nahverkehrs immer wichtiger: eine offene Systemarchitektur zur Integration mehrerer Mobilitätsdienstleister auf einheitlichen Plattformen. Solche „Mobility as a Service“ (MaaS) Angebote erfordern eine einheitliche Buchungs- und Bezahlungsplattform mit standardisierten Programmierschnittstellen. Nur durch sie wird es möglich, dass Fahrgäste in einer einzigen App einfach Start und Ziel ihrer geplanten Reise eingeben können und die besten Optionen vorgeschlagen bekommen. Dazu müssen sie künftig dann auch nicht mehr bei mehreren Mobilitätsdienstleistern Kunde sein, sondern nur noch bei einem einzigen (single-sign-in). Der Vorteil für Verkehrsbetriebe und Fahrgäste – höhere Effizienz, geringere Kosten und mehr Komfort im ÖPNV.
Für dieses Ziel wollen auch in Zukunft sowohl der Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg als auch die Karlsruher INIT arbeiten. (red/INIT)

Bild: Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann traf bei INIT den Firmengründer und Vorstandsvorsitzenden Dr. Gottfried Greschner (links) und Vertriebsvorstand Dr. Jürgen Greschner (rechts)

zur Startseite
nach oben gehen