“NOAH’S TRAIN” BEWIRBT KLIMAFREUNDLICHEN GÜTERVERKEHR

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Endstation Brüssel: Bei seiner Fahrt vom Klimagipfel in Katowice/Kattowitz quer durch Europa bis zur belgischen Hauptstadt warb der “künstlerisch gestaltete Containerzug” namens “Noahs Zug” für den ökologischen Schienen-Güterverkehr.

Von Hermann Schmidtendorf, Redaktion bahn manager

Seit dem 20. Februar ist der exotische Güterzug auf der Station Brüssel-Schaerbeek zu bestaunen. Mit dem “Zug Noahs” will die gesamteuropäische Initiative “Rail Freight Forward” (RFF) ein “starkes Ausrufezeichen für einen klimafreundlichen Gütertransport” setzen, so die Initiatoren. Der Containerzug mit künstlerischen Tiermotiven auf den Behältnissen begann seine Reise Mitte Dezember während der Weltklima-Konferenz im polnischen Katowice. Weiter hielt der Zug unter anderem in Wien, Berlin und Paris. An jeder Haltestation werden an den Zug weitere künstlerisch gestaltete Güterwaggons angehängt.

In Wien stieß der Umwelt-Werbezug auf großes Interesse.

„Wir müssen jetzt handeln und so viele Güter wie möglich weg von der Straße auf die Schiene bringen!”

erklärte dabei ÖBB-CEO Andreas Matthä.

Zum feierlichen Empfang am Westbahnhof kamen neben RFF-Vertretern auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Norbert Hofer sowie Josef Plank, Generalsekretär im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und ein Junge namens Noah, der zusammen mit den Honoratioren glücklich mit einem Zug-Modell für die Fotografen posierte.

Lob für die Österreichischen Bundesbahnen gab es vom Bundespräsidenten: „Die ÖBB sind ein starker Partner für Österreich und Europa. Ihr Geschäftsmodell ist ja per se schon nachhaltig, und wir verfolgen sehr gerne alle Initiativen, die vor allem im Nachhaltigkeitsbereich gesetzt werden.“ Verkehrsminister Hofer unterstrich, angesichts eines prognostizierten weiteren Wachstums des europäischen Transportmarkts um 30 Prozent sei eine CO₂-Reduzierung nur machbar, wenn dieses Wachstum im Schienentransport stattfinde: “Österreich nimmt hier vielfach eine Vorreiterrolle in Europa wahr, von Investitionen in die Infrastruktur bis hin zu verkehrspolitischen Maßnahmen. So sind wir mit einem Modal Split von rund 30 Prozent in Österreich Spitzenreiter in der Europäischen Union.“

Generalsekretär Plank verdeutlichte, dass ein LKW-Transport auf der Straße in Europa 21 mal mehr CO2-Abgase verursache als ein Transport mit dem Zug und etwa 85-mal so unsicher sei. Deshalb sei der “Noah-Zug” wie geschaffen, um als “längstes mobiles Kunstwerk der Welt” und “Synonym für grünen Transport auf der Schiene” der Öffentlichkeit und den Entscheidungsträgern in ganz Europa deutlich zu machen, dass die Bahn essenziell für die Bewältigung des Transportwachstums in Europa ist. Mit den Unterschriften aller Gäste und einem klaren Bekenntnis zum Klimaschutz wurde Noah’s Train zur Weiterfahrt verabschiedet.

RFF ist ein Zusammenschluss zahlreicher europäischen Güterbahnen und Interessensvertretungen. Als breit angelegter und stetig wachsender Zusammenschluss von Schienengüterverkehrsunternehmen wird Rail Freight Forward von den Verbänden CER, UIC, ERFA und VDV unterstützt. Aktuell beteiligen sich BLS Cargo, CD Cargo, CFL Cargo, DB Cargo, GreenCargo, Lineas, LTE Group, Mercitalia, Ost-West Logistik, PKP Cargo, Rail Cargo Group, SBB Cargo, SNCF Logistics, ZSSK Cargo.

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