Feldversuch: Siemens baut ersten eHighway für Lkw in Deutschland

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Erstmals Infrastruktur für elektrische Lkw auf einer deutschen Autobahn: Siemens wurde vom Land Hessen mit dem Bau einer Oberleitungsanlage für elektrifizierten Straßengüterverkehr auf einer zehn Kilometer langen Strecke beauftragt.

Über die Oberleitung wird der elektrische Antrieb eines Hybrid-Lkw mit Strom versorgt. Siemens hatte die Innovation “eHighway” 2012 erstmals vorgestellt. Das System soll auf der Bundesautobahn A5 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt gebaut werden.

Planung, Bau – optional Instandhaltung

Mit diesem Feldversuch wird der eHighway erstmals auf einer öffentlichen Straße in Deutschland erprobt. Siemens übernimmt die Planung, den Bau und optional die Instandhaltung der Anlage. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des von Hessen Mobil geleiteten Verbundprojekts “Elektrifizierter, innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen” (ELISA), das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Hessen Mobil ist zuständig für Planung, Bau, Betrieb und das Management des hessischen Verkehrswegenetzes.

“Mit der Errichtung der Anlage soll der praktische Nachweis der Integrationsfähigkeit von Oberleitungssystemen im Straßenraum erbracht werden. Die Anlage soll in reale Transportketten eingebunden und die Machbarkeit der klimaneutralen Güterlieferung im urbanen Raum Frankfurt nachgewiesen werden”, sagt Gerd Riegelhuth, Abteilungsleiter Verkehr bei Hessen Mobil. (red/Siemens)

Schaltbau Gruppe: Kleinschmitt ab sofort neuer CRO

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Nach einer unter den Erwartungen liegenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Segment Stationäre Verkehrstechnik plant die Schaltbau Gruppe, den aus zwei Mitgliedern bestehende Vorstand wieder auf drei Mitglieder zu erweitern. Vor dem Hintergrund anstehender umfangreicher Restrukturierungprogramme hat der Aufsichtsrat beschlossen, die vakante Position mit dem Martin Kleinschmitt zu besetzen, der ab sofort als als Chief Restructuring Officer fungiert, teilt der Konzern mit. (red/Schaltbau)

DTC: Knoll neuer Vertriebsleiter – Grimm geht in den Ruhestand

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Seit dem 1. Juni hat die Deutsche Transport-Compagnie Erich Bogdan GmbH & Co. KG (DTC) einen neuen Vertriebsleiter: Tino Knoll wird Nachfolger des aktuellen Stelleninhabers Wolfgang Grimm, der Ende August seinen Ruhestand antreten wird.

Tino Knoll kennt die Logistikbranche schon seit Schulzeiten, in denen er in einer Spedition sein Taschengeld aufbesserte. Danach lernte er Speditionskaufmann und war später als Sachbearbeiter, Disponent und stellvertretender Verkehrsleiter tätig. Fast zehn Jahre sammelte Tino Knoll Erfahrung im Vertriebsaußendienst, bevor er 2015 als Handlungsbevollmächtigter zur DTC kam. Nun wird der 39-Jährige die Geschicke der DTC auf Vertriebsseite leiten.

Fachlich und persönlich ein Volltreffer

„In den letzten Jahren hat Tino Knoll bewiesen, dass er nicht nur in jeder Hinsicht kompetent ist, sondern auch persönlich sehr gut zur DTC passt. Dass er nun den Posten als Vertriebsleiter antritt, freut mich sehr“, sagt Roland Kuhn, Geschäftsführer der DTC.

Zugleich bereitet sich DTC auf den Weggang von Wolfgang Grimm vor, der im September in den Ruhestand geht. Der gelernte Speditionskaufmann und Verkehrsfachwirt hat in den 1980er- und 1990er-Jahren bei Kühne + Nagel gearbeitet. Dort war er unter anderem für die Betreuung des internationalen Landverkehrs und später internationaler Kunden zuständig. 1995 wechselte Wolfgang Grimm als Vertriebsleiter zur DTC. (red/DTC)

Mobiltex: Schmitz-Werke bringen neue Marke an den Markt

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Das international agierende Textilunternehmen Schmitz-Werke aus Emsdetten in Westfalen hat speziell für die Marktsegmente Rail, Automotive und Aircraft eine neue Marke für technische Textilien gestartet: Sie heißt mobiltex.

In dem Geschäftsbereich die Schmitz-Werke Produktinnovationen und kundenindividuelle Lösungen „made in Germany“ für die textile Ausstattung im Personentransport. Zum Markenlaunch präsentierte mobiltex ein Blackout-Gewebe für im Bahnbereich genutzte Sonnenschutz-Rollos, das die Kriterien für die bestmögliche Brandschutz-Einstufung „Hazard Level 3“ erfüllt und daher auch in Schlafwagenabteilen eingesetzt werden darf.

Entwicklungspartner gesucht

„Nach intensiver dreijähriger Entwicklung ist uns mit dem neuen Blackout-Gewebe für Rollos in Schienenfahrzeugen ein großer Fortschritt gelungen“, sagt Torsten Weißhaar, Sales Manager Automotive bei mobiltex. „Unseres Wissens nach sind wir die Ersten mit einem derartigen Produkt im Markt, das das ‚Hazard Level 3‘ der neuen europäischen Brandschutznorm DIN EN_-45545-2 erreicht.“ Nun wolle man verstärkt Auftraggeber in den Bereichen Bahn, Automobil, Nutzfahrzeuge, Luftfahrt, Industrie und Verkehr ansprechen: Ziel sei es Entwicklungspartnerschaft für innovative Textillösungen einzugehen.

„Ob Sitz- und Polsterbezüge, Sonnenschutz-Rollos oder Vorhänge – das Anwendungsspektrum ist schier unbegrenzt“, sagt Weißhaar. Denn „die Vielfalt der Modifikationen im Angebot nimmt hier eher zu als ab“, weiß der Sales Manager. (red/Schmitz-Werke)

Linke fragt nach

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Nach dem Potenzial der Verlagerung von Flugreisen und -transporten auf die Schiene erkundigt sich die Fraktion Die Linke. In einer Kleinen Anfrage wollen die Abgeordneten von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie viele der Flüge im Passagierverkehr von und zu den beiden Berliner Flughäfen in den Jahren 2015 und 2016 von und zu Zielen stattfanden, die mit der Bahn ab Berlin-Hauptbahnhof in höchstens vier Stunden beziehungsweise in höchstens sechs Stunden erreichbar wären. (red/hib)

BAG-SPNV stellt Wettbewerbsfahrplan 2017 vor

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft für den Schienenpersonennahverkehr (BAG-SPNV) hat ihren aktuellen Wettbewerbsfahrplan veröffentlicht – in dem erstmals auch Netze erfasst sind, in denen alternative Antriebe gefordert sein werden.

Bis Ende 2021 werden die Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in 87 neuen Verkehrsverträgen rund 330 Millionen Zugkilometer und damit fast die Hälfte aller im SPNV beauftragten Leistungen neu vergeben. Die dafür erforderlichen Verfahren sind entweder bereits im Gange oder werden in den kommenden Monaten auf den Weg gebracht. Dies alles kann detailliert dem aktuellen Wettbewerbsfahrplan der BAG-SPNV entnommen werden, der gestern veröffentlicht wurde.

Volumen von 14 Millionen Zugkilometern

Erstmalig hat die BAG-SPNV auch erfasst, in welchen Netzen alternative Antriebe gefordert sein werden. Diese stellen neben der erforderlichen Elektrifizierung weiterer Hauptstrecken eine neue Möglichkeit dar, den SPNV noch weiter zum umweltfreundlichen Verkehrsträger Nummer 1 auszubauen. Die bisher aufgezeigten Vergaben für alternative Antriebe stellen erste Pilotprojekte dar und haben ein Leistungsvolumen von rund 14 Millionen Zugkilometern. Bei weiteren Vergaben ist die Traktionsart noch offen, so dass die Zahl der mit alternativen Antrieben erbrachten Leistungen signifikant steigen könnte. Wesentliche Voraussetzung sind hierfür allerdings leistungsfähige, erprobte und wirtschaftliche Angebote der Fahrzeugindustrie. (red/BAG-SPNV)

Den Wettbewerbsfahrplan 2017 gibt es hier zum Download.

Siemens: DB Regio bestellt 57 Mireo-Regionaltriebzüge

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Neuer Auftrag für Siemens: DB Regio bestellt 57 Gliederzüge der neuen Zugplattform Mireo des Bahntechnik-Herstellers. Die Züge sollen im Netz der S-Bahn Rhein-Neckar zum Einsatz kommen. Eine gestufte Inbetriebnahme erfolgt ab Dezember 2020.

Die DB Regio AG hat bei Siemens 57 dreiteilige Züge vom Typ Mireo bestellt. Nach dem Produktlaunch im Sommer 2016 ist dies die zweite Bestellung für Fahrzeuge der neuen Regional- und Pendlerzug-Plattform. Gebaut werden die Züge im Siemens-Werk in Krefeld. Die Inbetriebnahme soll in zwei Stufen erfolgen: Die Linien in Baden-Württemberg und dem südlichen Hessen starten im Dezember 2020, die überwiegend in Rheinland-Pfalz liegende Strecke Mannheim-Mainz soll im Dezember 2021 in Betrieb genommen werden.

Die Technische Daten des Mireos für die S-Bahn Rhein-Neckar:

–    Dreiteiliges Triebfahrzeug

–    Fahrzeuglänge 70 Meter

–    Höchstgeschwindigkeit 160 km/h

„Ein weiterer, wichtiger Meilenstein“

„Für den Mireo, die neueste Generation unserer Regionalzüge, ist dies ein weiterer, wichtiger Meilenstein. Der Mireo verbindet Leistungsstärke, Fahrgastkomfort und höchste Flexibilität über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, so Sabrina Soussan, CEO High-Speed / Commuter Trains and Locomotives bei Siemens.

Der Mireo wird als S-Bahn-Fahrzeug im Rhein-Neckar-Gebiet auf den künftigen Linien der S5, S6, S8 und S9 eingesetzt. (red/Siemens)

DB-Vorstand Weber geht zum Jahresende

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Der Personalvorstand der Deutschen Bahn AG Ulrich Weber will laut Agenturberichten seinen Posten bis zum Jahresende aufgeben. Weber habe bereits den Aufsichtsratsvorsitzenden Utz-Hellmuth Felcht über seine Absicht informiert. Der 67 Jahre alte Manager ist seit Juli 2009 bei der Bahn und damit länger im Amt als alle seine Vorgänger seit der Bahnreform 1994. Sein Vertrag war im vergangenen Dezember bis Ende 2018 verlängert worden.

Rahmenvertrag: DB Cargo bestellt 100 Vectron-Loks bei Siemens

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Siemens und DB Cargo haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 100 Lokomotiven geschlossen. Mit Abschluss des Vertrags ruft die DB-Güterverkehrstochter zunächst 60 Lokomotiven vom Typ Vectron in der Mehrsystemausführung ab.

Die Deutsche Bahn will im Schienengüterverkehr wachsen und beschafft 60 Vectron-Mehrsystem-Lokomotiven von Siemens. Die Fahrzeuge im Gegenwert von rund einer Viertelmilliarde Euro sind Teil  eines Rahmenvertrages mit Siemens über bis zu 100 neue Streckenloks für DB Cargo, teilen die  Unternehmen heute mit.

Im Dezember sollen die ersten fünf Loks zum Einsatz kommen. Die weiteren 55 sollen ab Jahres 2018 ausgeliefert werden. Die mit ETCS ausgestatteten Lokomotiven sind künftig in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Niederlande und – ab 2020 – in Belgien unterwegs.

Huber: „Mehr Verkehr auf die Schiene“

„Zusammen mit den weiteren geplanten Investitionen in moderne Güterwagen und in zusätzliches operatives Personal schaffen wir mit den neuen Loks die optimalen Voraussetzungen, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene holen zu können“, sagt Berthold Huber, DB-Konzernvorstand für Personenverkehr und kommissarisch für Güterverkehr und Logistik.

„Mit der bestellten Mehrsystemlokomotive ist es möglich, mit einem Zug von den Niederlanden bis Italien ohne Lok-Wechsel zu fahren. Der europäische Gütertransport lässt sich so schnell, effizient und umweltfreundlich betreiben“, sagt Jochen Eickholt, Chef des Bahngeschäfts von Siemens. (red/DB/Siemens)

„Armutszeugnis“: Sondergutachten attestiert zu wenig Wettbewerb

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Der Wettbewerb auf den deutschen Bahnmärkten ist laut neuem Sondergutachten der Monopolkommission noch immer zureichend. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) sieht in dem Papier, das heute der in Berlin übergeben wurde, ein „Armutszeugnis“.

Das Sondergutachten „Bahn 2017: Wettbewerbspolitische Baustellen“ zeigt, dass das Eisenbahnregulierungsgesetz zum Nutzen der Bahnkunden nachgebessert werden sollte. Es sei nötig, eine transparente Kosten-Nutzen-Bilanz für die Bahn und die mit ihr konkurrierenden Verkehrsträger zu erstellen, damit öffentliche Mittel wirklich dort eingesetzt werden, wo sie den besten Ertrag bringen.

NEE: Drei große Baustellen für die Politik

Der Wettbewerb zwischen der Bahn und anderen Verkehrsträgern wird maßgeblich durch staatliche Finanzierungsmaßnahmen bestimmt. „Derzeit fehlen jedoch Erkenntnisse darüber, wie sich beispielsweise die Zuwendungen für den Straßen- und Schienenbau, die Kfz-Steuer oder eine Bus-Maut, auf diesen Wettbewerb auswirken“, so der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach.

Für Regierung sei das Sondergutachten ein „Armutszeugnis“ und – mit Blick auf die Bundestagswahl – ein „unüberhörbarer Weckruf“. Der NEE-Vorsitzende Ludolf Kerkeling sagte: „Drei Problemfelder müssen sich die Politiker jetzt vornehmen! Erstens: Das nach jahrelangem Zaudern im letzten Jahr beschlossene Eisenbahnregulierungsgesetz greift nicht und muss noch einmal angepackt werden. Zweitens: Die Sonderrolle des bundeseigenen DB-Konzerns hemmt die Entwicklung der Schiene als Ganzes auch weiterhin. Drittens: Den Regeln für Steuern und Nutzerabgaben fehlt der volkswirtschaftliche Kompass!“ (red/NEE/Monopolkommission)

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