Siemens investiert in Wi-Tronix

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Siemens und Wi-Tronix, mit Sitz in Bolingbrook im Großraum Chicago, USA, werden das digitale Serviceangebot im Bereich der prädiktiven Instandhaltung von Schienenfahrzeugen und Bahninfrastruktur gemeinsam weiter ausbauen. Durch die Kombination der technologischen Lösungen beider Firmen sowie die angestrebte gemeinsame Entwicklungsarbeit sollen noch effizientere Serviceleistungen im Bahnsektor für eine nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit angeboten werden.

Hierfür übernimmt Siemens einen signifikanten Anteil von Wi-Tronix. Über die finanziellen Details haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Wi-Tronix ist ein führender Anbieter von Fernüberwachungs-, Videoanalyse- und prädiktiven Diagnosesystemen für Schienenfahrzeuge und Bahninfrastruktur. Mithilfe von „Software als Service“ (Software as a Service, SaaS) werden Daten in Echtzeit zur Verfügung gestellt. Weltweit sind bereits rund 12.000 Lokomotiven, hauptsächlich in den USA, Kanada, Mexiko und Australien, mit Technik von Wi-Tronix ausgerüstet und mittels SaaS-basierten Lösungen angeschlossen. Dazu gehören auch die 70 elektrischen Siemens-Lokomotiven vom Typ ACS-64 des USamerikanischen Betreibers Amtrak. „Wi-Tronix ist ein führender Entwickler von Echtzeit-Monitoring für die Bahnbranche“, erklärt Johannes Emmelheinz Chef der Bahnservicesparte von Siemens, „Das Unternehmen hat tiefgreifende Expertise in Schlüsseltechnologien wie Videoanalyse und der Lieferung von Daten, die prädiktiv und in Echtzeit gewonnen werden.

Kooperationen mit Entwicklern von Ausnahme-Technologien sind ein zentraler Bestandteil unserer Strategie, um ein breites, digitales Serviceangebot im Bereich der prädiktiven Instandhaltung zu liefern.“ „Wir haben uns genau überlegt, wie ein idealer Partner für uns aussehen muss“, sagt Larry Jordan, Präsident und Entwicklungsvorstand von Wi-Tronix. „Mit Siemens verbindet uns das Ziel, einen sichereren, zuverlässigeren sowie effizienteren Personen- und Güterverkehr zu erreichen. Dafür müssen die Bahnbetreiber Zugang zu kritischen Daten haben, die Echtzeit-Maßnahmen und prädiktive Instandhaltung erlauben. Mit der globalen Reichweite und den Ressourcen von Siemens, können wir die Entwicklung unserer Produkte beschleunigen und unser Geschäft weiter ausbauen, um Kunden mit verschiedenen Plattformen weltweit zu bedienen.“

Siemens betreibt ein weltweites Netzwerk von Mobility Data Services Centern, um eine Vielzahl der Daten auszuwerten, die laufend von hunderten Sensoren und Steuerungsgeräten in Zügen, in Lokomotiven und an der Infrastruktur erfasst werden. Auf Basis dieser Analysen, können rechtzeitig Vorhersagen über Systemfehler getroffen werden und Empfehlungen für sofortige oder geplante Instandhaltung sowohl an die Techniker in den Siemens-Depots als auch an die Betreiber gegeben werden. (red/Siemens)

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