Liebe Leserinnen, liebe Leser,

so brutal und schmerzhaft eine Krise zunächst auch sein mag – in jeder Krise schlummert immer auch eine Chance. Manchmal braucht es eben einen heilsamen Schock, um die Dinge zum Besseren zu wenden: Der Brexit“ entfachte die politische Debatte um den Sinn und Zweck der Europäischen Union neu. Der „Diesel-Gate“ zwingt die deutschen Autobauer dazu, sich endlich über alternative Mobilittäskonzepte Gedanken zu machen.

Und Rastatt – das „Desaster“, das „Debakel“, das jeden Tag mehr und mehr Umsatzverluste für den europäischen Schienengüterverkehrssektor produziert? Man wird abwarten müssen. Rastatt hat gezeigt, vielleicht so klar wie nie zuvor, wie verletzlich das deutsche Schienennetz ist: eine einzige vom Netz abgeklemmte Verkehrsader, die fast zum Kollaps des Gesamtsystems führt? Das ist neu.

Umso wichtiger ist, nicht in alte Reflexe zu verfallen. Geradezu wohlfeil wirkt es, der Deutschen Bahn AG die alleinige Verantwortung an der viele, viele Millionen teuren Misere zu geben. Im Gegenteil: DB, Politik und Stakeholder sollten zusammenarbeiten, sich an einen Tisch setzen, um gemeinsam eine tragfähige Zukunftsstrategie für die Schiene zu entwerfen. Wenn Rastatt dafür die Initialzündung wäre, hätte auch diese Krise tatsächlich etwas Gutes.

Eine anregende Heft-Lektüre wünscht

Lasse Hinrichs 
Chefredakteur bahn manager Magazin

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Heft # 05 — 2017

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