Voith: Nur acht Wochen pro Lok

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Im Rahmen der umfassenden Hauptuntersuchung von 13 Gravita 10BB Lokomotiven der northrail-Flotte bringt Voith Fahrzeuge technisch auf den neuesten Stand. Ein entscheidender Faktor bei der Auftragsvergabe war das umfängliche Know-how von Voith. Es ist die Grundlage für eine Durchlaufzeit von nur acht Wochen pro Lok, was die Stillstandzeiten für den Betreiber verkürzt. 

Noch bis Ende 2018 führt Voith am Service-Standort Kiel die Hauptuntersuchung von 13 Lokomotiven vom Typ Gravita 10BB durch, die zur Fahrzeugflotte von northrail gehören. northrail hat sich auf die Vermietung von Diesel- und Elektrolokomotiven spezialisiert. Die Gravita Lokomotiven sind an verschiedenen Standorten in Deutschland und Skandinavien im schweren Rangierdienst sowie im regionalen Güterverkehr im Einsatz. Je nach Einsatzprofil und Kunde haben die Fahrzeuge zwischen 12.000 und 28.000 Betriebsstunden geleistet.

Voith hat die Gravita Lokomotiven zwischen 2008 und 2013 gebaut. Für northrail lag es daher nahe, für die anstehende Hauptuntersuchung dem großen Know-how des OEM zu vertrauen. Jeder andere Serviceanbieter hätte sich in die Details der Konstruktion einarbeiten müssen, was die Stillstandzeiten verlängert hätte. Zudem verfügt der Voith Service in Kiel über ausreichend Kapazität, um jeweils drei der Lokomotiven gleichzeitig zu bearbeiten. Nach gemeinsam abgestimmtem Terminplan rollt ein Fahrzeug in die Hallen und verlässt diese nach nur acht Wochen. „Die kurze Durchlaufzeit war ein wesentlicher Bestandteil des Vertragswerks und ein weiterer Grund für die Auftragsvergabe“, bekräftigt Dr. Volker Simmering, geschäftsführender Gesellschafter der northrail GmbH, die Entscheidung. Denn für northrail, einem Tochterunternehmen der Hamburger Paribus-Gruppe, bedeutet jeder Stillstand einen Mietausfall. Die ersten Gravita 10BB sind bereits fertig überarbeitet und zur höchsten Kundenzufriedenheit ausgeliefert.

Zum Umfang des Auftrags gehört auch die Integration aktueller technischer Komponenten. Sie erhöhen zum einen den Bedienkomfort der Gravita 10BB auf verschiedenen Ebenen. Zum anderen helfen sie, die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge weiter zu erhöhen und so deren Verfügbarkeit zu steigern. Der genaue Umfang der Arbeiten hängt vom gemeinsam bewerteten Zustand der einzelnen Lokomotive ab. Je nach Verschleiß tauscht Voith zudem die Räder der Lokomotiven aus. (red/Voith)

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